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Archive for Juli 2012

Die EU ist nicht nur mit Krisengipfeln und Rettungspaketen zulasten der Steuerzahler beschäftigt. Es bleibt auch die Zeit, die Autofahrer zu melken.

Die Prüfintervalle für Fahrzeuge sollen deutlich verkürzt werden. Neue Fahrzeuge sollen nach vier Jahren, dann nach zwei, und schließlich jährlich überprüft werden. Die Kommission gibt vor dass durch ihre Pläne jährlich 1200 Menschenleben gerettet werden können.

Tatsächlich dürfte sie eher der Lobbyarbeit von Prüforganisationen sowie der Autoindustrie erlegen sein.  Ältere Autos sollen mit höheren Kosten belastetet werden.

Unfälle werden mit den EU Maßnahmen wohl nicht verhindert:  „Unfälle aufgrund technischer Mängel treten sowohl bei neuen als auch bei älteren Fahrzeugen statistisch nicht signifikant auf. Sie machen nur rund 0,5 Prozent der schweren Unfälle aller Fahrzeugbaujahre aus. “ heißt es beim ADAC.

Nimmt man wiederum an, daß selbst von diesen Unfällen nur ein Bruchteil durch zusätzliche Untersuchungen hätte verhindert werden können (weil es sich z.B. um plötzlich auftretende Defekte handelte), dann zieht die EU den Bürgern für nichts und wieder nichts Geld aus der Tasche. Schlimmer noch: mit der Untersuchung ist die notwendige Wartung ja noch nicht erledigt. Mancher Autofahrer könnte sich die Inspektion nach Herstellervorgaben ja sparen wenn die Prüforganisation schon für teures Geld drüber geguckt hat. Am Ende ergeben sich durch den Wartungsstau echte Probleme.

Vergessen wir diese neue EU- Schnapsidee.  Sie zeigt nur auf: die EU- Funktionäre wollen überall hinein regieren. Von der Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips ist nicht mehr die Rede.

Eine jährliche Untersuchung zu den Bedrohungen der Steuerzahler durch unverbesserliche EU- Funktionäre wäre dagegen eine Überlegung wert. Die Kosten dafür sollte man den EU- Bonzen direkt vom Gehalt abziehen. Immerhin würde ihnen eine solche Maßnahme so manche Blamage ersparen und somit ihren Arbeitsplatz sichern.

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Aus gegebenem Anlaß (wer gemeint ist, wird es schon wissen) möchte ich auf einen lesenswerten Blog-Beitrag hinweisen. Unter der Überschrift „Liebe Journalisten, wollt Ihr wirklich die (Ver-)Fassung verlieren?“ heißt es im Blog DENKLAND:

Es scheint so, als ob die Staats- und Konzernmedien nur noch weitergeben, was die politische Führung uns vermitteln will, ohne jedoch als 4. Gewalt kritisch und konsequent nachzuhaken. Nicht jeder hat die Zeit und die Mittel, sich vernünftig zu informieren und vertraut den gängigen Medien, Journalisten, Experten. Ein Aufruf zu mehr Kritik!

Die Lektüre des vollständigen Beitrages lohnt sich!

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SPD- Chef Gabriel hat sich in den letzten Wochen vermehrt der Europapolitik angenommen. Wohin die Genossen steuern, zeigt sich in der Rede beim 1. Parteikonvent der SPD zu Europa sowie in der Rede des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel zum Gesetz zum Fiskalpakt und zum „ESM-Ratifizierungsgesetz“ im Deutschen Bundestag.

Eine zentrale Forderung Gabriels sind Zahlungen für die Angleichung der Lebensverhältnisse: :

Sondern wir zahlen immer auch für uns selbst, wenn wir in Europa investieren. Europa ist an einem Scheideweg: Entweder wir verzichten auf eine gemeinsame Währung in der heutigen Art, damit sich die Schwächeren wenigstens durch Abwertung ihrer Währung wieder zur Wettbewerbsfähigkeit verhelfen können, oder wir sind bereit, in die Annäherung der Lebensverhältnisse in Europa aktiv zu investieren.

(Sigmar Gabriel)

Im Klartext: der kränkelnde Euro wird um jeden Preis fortgeführt und die Deutschen müssen dafür zahlen. Mal ganz nebenbei: Bulgarien hatte 2010 ein BIP/Kopf in Höhe von EUR 4800, Portugal in Höhe von EUR 16200 und Deutschland in Höhe von EUR 30300. Eine Angleichung auf politischen Weg kann nur über eine massive Enteignung deutscher Bürger erfolgen (egal ob man das über die Kürzung von Sozialleistungen, Steuererhöhungen oder Inflation erreicht). Mancher Bürger wird sich vielleicht noch an Gabriel (und die anderen roten wie schwarzen Euro-Retter) erinnern, wenn die Altersvorsorge zerbröselt ist. Nur stehen die dann lange nicht mehr in der Verantwortung.

Ins Absurde dreht sich Gabriels Argumentation, wenn er in seiner Konventsrede kurzerhand die deutschen Exporterlöse zu Transferleistungen erklärt:

 Und Länder wie Deutschland, die große Transferleistung empfangen, weil wir als Exportweltmeister so viel daran verdienen, dass die anderen Nationen unsere Produkte kaufen, werden auch Transferleistungen geben müssen, statt sie ständig zu bejammern.

(Sigmar Gabriel)

Unter Transferleistungen versteht man gemeinhin Geld- oder Sachleistungen, die eine Person erhält, ohne dafür eine direkte Gegenleistung erbringen zu müssen. Wenn deutsche Unternehmen für die Lieferung von Produkten mit Euros (deren Wert nebenbei durch die angelaufene Druckerpresse mit einem Fragezeichen zu versehen ist)  bezahlt werden, dann handelt es sich um alles andere als eine Transferleistung.

Weiter bewegt sich Gabriel auf dünnem Eis, wenn er die auf den Exportanteil in die EU zu sprechen kommt:

Und wir Deutschen verfallen ja auch ständig in den großen Irrtum, wir seien die „Zahlmeister der EU“, obwohl wir durch unseren 60-prozentigen Exportanteil in die EU in Wahrheit die größten Gewinner der EU sind.

(Sigmar Gabriel)

Zur Erinnerung:  Rund 80 Prozent des gesamten norwegischen Exports gehen an Mitgliedstaaten der EU (vgl. Auswärtiges Amt)  Dazu muß man also  nicht Mitglied der EU sein und auch keine Euro Rettung bezahlen). Auch der Euro ist keine Vorbedingung für deutsche Exporte in europäische Länder. Im Gegenteil: seit der gemeinsamen Währung hat  der „Anteil der deutschen Exporte in den Euroraum […] also in den vergangenen Jahren abgenommen (von etwa 46 Prozent auf knapp 40 Prozent) (vgl. Ist Deutschland Hauptprofiteur des Euro?).

Aufbauend auf diesen ideologischen Positionen überrascht dann auch nicht die Forderung  nach weiterer  „Übertragung von nationalen Souveränitätsrechten an die europäische Ebene“.   Dazu kommen Forderungen nach einer „echten Notenbank“ (was meint Gabriel? Eine politisch beeinflussbare?) und Eurobonds.

Sollte Gabriel einmal Kanzler werden, dürfte er den Amtseid kaum ernsthaft aussprechen können. Denn seine Pläne laufen wie oben gezeigt auf die Ausplünderung des Volkes und die Aushebelung des Grundgesetzes hinaus

Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.

Amtseid nach Art. 56 des

– noch nicht ganz abgewickelten –

deutschen Grundgesetzes

Das gleiche Problem dürften dann allerdings auch seine schwarzen Mitbewerber haben. Hier ist ausnahmsweise einmal Gabriel zuzustimmen: „Im Krisenmanagement ist es schwer, Unterschiede zwischen Regierung und Opposition deutlich zu machen. Zumal dann, wenn die Regierung am Ende immer den Forderungen der Opposition nachkommt.“

 Ergänzung

Weitere Stimmen zum Thema:

SPD fordert die totale Unterordnung unter EU-Kontrolle und die Vereinigten Staaten von Europa von Ein-Besorgter-Mensch_aus Berlin (ebm_bln)

Verantwortungslose Opposition von SCHWARZER PETER, Blog des Bundestagsabgeordneten Peter Tauber.

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