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Europa neu begründen! heißt die neue Initiative, deren Initiatoren Frank Bsirske (Ver.di), Annelie Buntenbach (DGB),  Prof. Dr. Rudolf Hickel  (Wirtschaftswissenschaftler), Dr. Steffen Lehndorff (Sozialwissenschaftler) und
Dr. Hans-Jürgen Urban (IG Metall) sind.  Unter den Erstunterzeichnern finden sich dann weitere Gewerkschaftsfunktionäre, Sozialwissenschaftler und einzelne Wirtschaftswissenschaftler.

Im dazugehörigen Aufruf  werden „grundlegendere Veränderungen“ gefordert. Danach

ist es erforderlich, dass sich die EU zu einer Transferunion weiterentwickelt. Ausgleichszahlungen helfen, die wirtschaftlichen Ungleichgewichte innerhalb des Euro-Raums abzubauen.

Dabei wird die besondere Verantwortung betont, die Deutschland als wirtschaftlich und politisch stärkster Mitgliedstaat habe.

Ob die deutschen Arbeitnehmer und Rentner sich vorgestellt haben, daß ihre angeblichen Interessenvertreter ihren erarbeiteten Wohlstand nun großzügig in die Schuldenstaaten wie Griechenland, Portugal oder Spanien umleiten  wollen?

Da noch etwas Überzeugungsarbeit geleistet werden muß, heißt es dann auch

Der Einigungsprozess braucht eine neue identitätsstiftende Leitidee. Immer mehr Menschen verbinden mit Europa Staatsschulden, Sozialabbau und Bürokratie. Sie entziehen der EU Sympathie und Zustimmung. Soll Europa eine Zukunft haben, muss aktiv um die Zustimmung und Zuneigung der Menschen geworben werden. In einer europäischen Öffentlichkeit müssen sich die Akteure über eine Leitidee für ein soziales und demokratisches Europa verständigen.

Übersetzt heißt das wohl : Der Einigungsprozess wird dadurch unterstützt, das die Umverteilungsmaschinerie der EU ausgebaut wird und über solche Wohltaten die Zustimmung zur EU erkauft werden soll.  Von den derart Beglückten nimmt man an, daß sie vor lauter Freunde gar nicht merken, daß man ihnen gleichzeitig noch viel mehr aus der Tasche zieht.

Warum setzen die Funktionäre so leichtfertig den Wohlstand derer auf Spiel, die sie zu vertreten vorgeben? Ist es Internationalismus aus Überzeugung ? Oder steht dahinter die Maximierung des eigenen Wohlstandes der Funktionäre ? Mit solchen Einstellungen bestehen schließlich glänzende Aussichten auf gut bezahlte Posten auf europäischer Ebene.

Die DGB- Gewerkschaften klagen seit langem über Mitgliedsverluste.  Bei einer solchen Interessenvertretung überrascht das nicht. Den Bürgern scheint es eher darum zu gehen, den Euro aufgrund der sozialen Kosten der gemeinsamen Währung abzuwählen!

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