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Posts Tagged ‘Umschuldung’

Auf die Zahl von 65 Milliarden Euro kommt der FDP- Finanzpolitiker Frank Scheffler (lt. der Wirtschaftswoche vom 20.06.2011).

Demnach würden zu bestehenden 350 Milliarden Euro Schulden Griechenlands jährlich 30 Milliarden weitere Schulden kommen. Bis 2015 ergibt das 470 Milliarden Euro. Geht man davon aus, das bis dahin alle privaten Anleger raus sind, entfallen auf Deutschland bei einem EZB- Anteil von 28 Prozent bei einem 50-prozentigem Schuldenschnitt 65 Milliarden Euro. Bei einer sofortigen Umschuldung würden für Deutschland dagegen „nur“ 15 Milliarden anfallen. Denn noch sind private Gläubiger beteiligt.

Genau die Beteiligung privater Gläubiger will Euro-Gruppen-Präsident Jean-Claude Juncker verhindern. Sein Argument: „Die Pleite kann Portugal anstecken und Irland und dann wegen der hohen Schulden auch Belgien und Italien, noch vor Spanien“ (vgl. Juncker fürchtet Ausbreitung der Euro-Krise).

Schlimmer ist es allerdings, wenn den privaten Gläubigern mit einem Verzicht auf deren Beteiligung signalisiert wird, daß sie weiterhin hohe Gewinne machen können und die Risiken auf den Steuerzahler  (insbesondere den Deutschen) abwälzen können.

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Geheim sollte es sein, das Treffen wichtiger Euro-Finanzminister in Luxemburg. Doch es kam alles anders. Ein Bericht von  Spiegel Online offenbarte nicht nur das Treffen sondern mögliche Erwägungen Griechenlands eines Austritt aus der Euro-Zone. Die Nachricht schlug ein, der Euro sackte weiter ab an den Finanzmärkten.

Die EU- Verantwortlichen dementierten den möglichen Austritt umgehend, ebenso eine Umschuldung Griechenlands. Dabei spricht einiges dafür: „Wenn Griechenland aus dem Euro austräte, könnte es abwerten und wettbewerbsfähig werden“, wird Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn zitiert (vgl. Top-Ökonom fordert Euro-Aus für Griechenland). Interne Sparprogramme würden das Land dagegen an den Rand des Bürgerkriegs drängen.

So bleibt der EU letztendlich nur eine Ausweitung der Transferunion als Alternative zum Austritt Griechenlands.

Und die dürfte langfristig für Deutschland die teuerste Alternative sein. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende! Wenn Griechenland und Co. nicht gehen, dann sollte Deutschland den Abschied vom Euro erwägen! Auf die Sirenenklänge von dilettantischen EU- Politikern, die nicht einmal ihre Geheimtreffen geheimhalten können, können wir gut verzichten.

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