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Posts Tagged ‘Integration’

FDP-Generalsekretär Christian Lindner spricht – anders als viele Politiker immerhin Klartext. In der Antwort auf eine Mail des PI-Leser Rabitt Drill (vgl. PI: Lindner (FDP): Moslems übernehmen Großstädte) heißt es, in Zukunft würden „Millionen Muslime in Deutschland leben werden, die sogar die unsere Staatsbürgerschaft besitzen.“  Lindner weiter:

Für deren Integration brauchen wir eine Antwort. Sie muss im Bestehen auf den Werten des Grundgesetzes und der Einbeziehung in den Arbeitsmarkt gründen. Ausgrenzung ist keine Option: Es stellt sich ja gar nicht mehr die Frage, ob der Islam (in Zukunft) zu Deutschland gehört. Er ist da und wird in Großstädten teilweise bald die Mehrheit der Bevölkerung unter 45 Jahren stellen. Auf diese Realitäten muss man sich einstellen.

(Hervorhebung durch EdN)

Nun ist die Ankunft des Islam in Deutschland trotz mancher Wortgefechte nicht mehr zu leugnen. Der Islam ist allerdings nicht wie eine Naturgewalt über Europa hereingebrochen. Der Islam konnte sich erst  im Rahmen legaler und / oder illegaler Zuwanderung in Europa ausbreiten. Die Entstehung der Realitäten, die wir jetzt akzeptieren sollen,  wurde seitens der Politik jahrelang toleriert oder gar bewußt herbeigeführt.

Nicht unbeteiligt ist die FDP, der Christian Lindner seit  1995 angehört. „Die FDP will sich offenbar ein weitaus größeres Maß an Einwanderung einsetzen als SPD und Union“ heißt es beispielsweise in einem Bericht aus 2001.

Mit der Bemerkung, der Islam würde in deutschen Großstädten bald die Mehrheit stellen, beschreibt Christian Lindner ganz klar einen Verdrängungsprozeß. Wenn wir eine Lehre aus der Geschichte ziehen können, dann die, daß solche Verdrängungen selten friedlich ablaufen und nie zum Vorteil der Verdrängten sind. Dazu müssen wir nicht erst an die Indianer denken. Die Konflikte in Europa z.B. im Kosovo sind gar nicht lange her.

Nun zeichnet sich die islamische Mehrheit in manchen Städten zwar ab. Aber sie besteht noch nicht. Noch könnten unsere Volksvertreter die richtigen Schritte einleiten, um die Verdrängung des deutschen Volkes, des Souveräns, zu verhindern.

Es gibt auch in der FDP Politiker, die sich mit der Zukunft beschäftigen. Die FDP- Europaabgeordnete Nadja Hirsch präsentierte beispielsweise in der TAZ ihre Lehren aus Lampedusa:

Lange haben sich Deutschland und die EU gegenüber Menschen aus Drittstaaten abgeschottet. Durch den demografischen Wandel werden Fachkräfte weniger. Langsam setzt ein Umdenken ein. Wir sind auf qualifizierte Zuwanderung angewiesen. Die Tunesier, die jetzt auf Lampedusa sitzen, sind zum großen Teil gut ausgebildete, oft studierte, zielstrebige junge Menschen. Auch Asylsuchende und anerkannte Flüchtlinge sind oft gut qualifiziert. Der Arbeitsmarkt stellt den schnellsten und nachhaltigsten Weg der Integration in eine Gesellschaft dar.

Die Übernahme der Bevölkerungsmehrheit in deutschen Großstädten (und später im ganzen Land) ist für die Europapolitikerin also kein Bedrohungsszenario. Stattdessen wird die Zuwanderung aus islamischen Ländern weiter vorangetrieben. Die Hoffnung auf eine Integration dieser Menschen über den Arbeitsmarkt könnte sich als Illusion erweisen. Mohammed Atta beendete sein Studium Studium mit Abschlussdiplom und damit guten beruflichen Aussichten. Terrorist wurde er trotzdem.

„Alternativlos“ ist zurecht ein Unwort.  Und Politiker, die von uns die Akzeptanz einer islamischen Mehrheit in deutschen Großstädten einfordern, sind UN-Politiker.  Erst wenn wir alle geschaffenen Realitäten anerkennen, haben wir uns aufgegeben.

Literaturempfehlung dazu: Jean Raspail, Das Heerlager der Heiligen: Eine Vision.  Vielleicht findet der Leser ja Entsprechungen von Christian Lindner oder Nadja Hirsch unter den Romanfiguren.

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Die Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses zum Thema „Die legale Einwanderung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels“ zeigt auf, was in der „Brücke“ zwischen den EU-Institutionen und der organisierten Zivilgesellschaft für Vorstellungen herrschen.

Die EU und deren Mitgliedstaaten benötigen demnach „Rechtsvorschriften, die die Einwanderung von Arbeitnehmern – sowohl von hochqualifizier­ten Personen als auch solchen, die einfachen Beschäftigungen nachgehen – auf legalen und transparenten Wegen ermöglichen.“

Wenn die Einheimischen von der politisch gewollten Einwanderung und damit ihrer eigenen Verdrängung wenig halten, ist die Schlußfolgerung der „Elite“ eindeutig: „In Europa nehmen jedoch Intoleranz, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gegenüber Ein­wanderern und Minderheiten zu.“

Kein Wunder, daß die intolenten Einheimischen gar nicht gefragt werden, ob sie ihren Lebenstil zugunsten der politisch gewollten Integrationsgesellschaft aufgeben beziehungsweise in eine „Integration als gegenseitiger gesellschaftlicher Prozess der reziproken Anpassung zwischen Zuwanderern und Aufnahme­gesellschaft“ einfließen lassen wollen.

Das bereits 80% des in den letzten zehn Jahren verzeichneten Bevölkerungszuwachses der EU auf die Einwanderung zurückzuführen sind, wird nicht als Grund zur Sorge wahrgenommen. Im Gegenteil, vorgeschlagen wird ein buntes Maßnahmenpaket, etwa die Familienzusammenführung (Zuwanderer sollen nach einem Jahr rechtmäßigen Aufenthalts die Familienzusammenführung beantragen können).

In den nationalen und europäischen staatsbürgerlichen Rechten soll „Raum geschaffen werden für Menschen mit Migrationshintergrund, die Europa durch große ethnische, religiöse oder kulturelle Viel­falt bereichern.“

Zum Problem hunderttausender illegaler Migranten fällt dem Berichterstatter nur negativ auf, daß diese „‚unsichtbar‘ bleiben und ihre Grundrechte nicht in An­spruch nehmen können.“

Wie ist das ganze zu beurteilen? Es gibt einen demografischen Wandel, der uns zweifellos vor Probleme stellen wird. Diesen über die Zuwanderung lösen zu wollen, ist ein gefährliches Menschenexperiment. MultiKulti- Probleme wie brennende Autos in den Pariser Vororten oder Deutschenfeindlichkeit an Schulen gibt es nicht erst seit gestern. Und diese lassen sich auch nicht über den Aufbau einer Integrationsindustrie lösen. Wer umfangreiche Zuwanderung zuläßt, öffnet die Tür für eine Gesellschaftsveränderung, die auch mit einer Verdrängung der Einheimischen und einer gesellschaftlichen Auflösung einhergeht. Die entstehenden sozialen Kosten können den Nutzen der Zuwanderung schnell übersteigen.

Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss ist zwar „nur“ eine Schwatzbude von Interessenvertretern. Die hier deutlich werdende gefährliche Ideologie wird uns im Rahmen der EU aber noch öfter begegnen.

Eine kurze aber interessante Darstellung zum demografischen Wandel findet sich übrigens hier:

Demographie in 3 Minuten, gefunden in der Blauen Narzisse.

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