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Posts Tagged ‘Demokratie’

PEGIDA hat sich abrupt gespalten. Ob die Reste des Orga- Teams oder die ehemaligen Team-Mitglieder unter neuem Namen ähnlich Großes auf die Beine stellen werden, bleibt ebenso abzuwarten wie die Entwicklung der Ableger in anderen Städten. Zu hoffen bleibt freilich, daß keine Radikalisierung erfolgt, die nachträglich die massive manipulative Berichterstattung legitimieren könnte.

Unabhängig davon, wie sich PEGIDA und Ableger weiterentwickeln, hat PEGIDA aber bereits erhebliche politische Auswirkungen geschaffen. Die massiven Reaktionen aus Politik und Medien werden mehr Menschen die Augen geöffnet haben als es die Demonstrationen selber isoliert hätten bewirken können. Zum einen wurden politische Taktiken überdeutlich, zum anderen wurden Politiker zur eindeutigen Stellungnahme gezwungen, anhand derer die Wähler sie wiederum bewerten können.

1848: Demokratie bahnt sich ihren Weg

Paulskirche: Demokratie bahnt sich ihren Weg!

Wer sich die Demonstrationen im Internet angesehen hat oder vielleicht sogar live und danach die Berichterstattung der Medien oder die Reaktion pöbelnder Politiker mit Worten wie “Schande für Deutschland“, “Hetzer“, “hohlen Sprücheklopfer“, “widerwärtig und abscheulich“, „Mischpoke„, „Rattenfänger“ wahrgenommen hat, der mußte glauben, es wurde über verschiedene Veranstaltungen gesprochen. Auch wenn einige dieser primitiven Pöbeleien auf die Überforderung mancher argumentationsunfähiger Politiker zurückzuführen sind, steckt auch eine Taktik dahinter.

Erklärt wird sie im Blog von Frank Stauss, auf den ich über einen Tweet von SPD-Vize Stegner gestoßen bin.  Stegner hat dies ebenso wie sein Vorstandskollege Maas, schaurigerweise auch noch mit dem Titel Justizminister versehen,  verinnerlicht und ausgeführt. Frank Stauss hat mit seiner Agentur zahlreiche Wahlkämpfe insbesondere der SPD begleitet. Stauss schreibt dort:

Das Fazit für die Kommunikation heißt: Klare Kante. Ganz besonders angesichts gefährlicher Tendenzen. Dabei geht es nicht um 15.000 oder 25.000 Menschen in Dresden – es geht darum, alle Grenzgänger möglichst laut und deutlich zu erreichen. Also genau die, die sich in Hannover, Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln usw. am Ende entschieden haben, nicht für Hass und Ausgrenzung auf die Straße zu gehen. Verstanden hat dies als erster – und für einige Tage auch als einziger – Bundesjustizminister Heiko Maas. Er hat in der ganzen Debatte den klarsten, schärfsten und auch treffsichersten Ton angeschlagen.

Es ging also in keiner Weise darum, in irgendeiner Form auf die Anliegen der Demonstranten einzugehen sondern darum, diejenigen massiv abzuschrecken, die sich vielleicht überlegt haben, mitzugehen. Auch dieser Kreis sollte nicht durch Argumente erreicht werden, sondern durch Einschüchterung:

Stauss weiter:

Doch Mitläufer laufen nur dann mit, wenn sie sich Erfolg davon versprechen. Was besonders bürgerliche potentielle Mitläufer abschreckt, ist, dass sie am Ende nicht nur bei den Verlierern enden, sondern auch noch beschmutzt und besudelt aus der Sache rauskommen (und am Ende die Führerbüste im Hinterhof verscharren müssen).

In der Praxis funktioniert das Besudeln und Beschmutzen dann so: Es wird versucht, einzelne Personen in exponierter Stellung herauszupicken und an ihnen ein Exempel zu statuieren indem sie auf massive berufliche Nachteile stoßen. Versucht wurde es beispielsweise bei einem Uni- Mitarbeiter, über dem in der überregionalen Qualitätspresse zu lesen war: Islamforscher sympathisiert mit Pegida. Wenn es gelingt, Einzelne zu bestrafen, werden alle Anderen es  genau überlegen, nicht erwünschte Meinungen zu äußern.

Wer sich an die Praktiken totalitärer Systeme erinnert fühlt, muß nur ein bisschen bei Stauss weiterlesen: „Wenn PEGIDA also in Dresden 20.000 oder von mir aus auch eines Tages 30.000 Menschen auf die Straße bringt, muss man sagen: Mit 30.000 Irren kann ein 80-Millionen-Volk schon klarkommen„. (Fettdruck durch EdN) Andersdenkende zu Irren zu erklären, war sowohl in der UdSSR als auch unter dem NS- Regime gängige Praxis.  Und es blieb nicht bei Worten. Auch heute dürften entsprechende Äußerungen ein Ansporn für den gewaltbereiten Mob sein (vgl. Bei diesen Anti-Pegida-Demonstrationen kam es zu Gewalt sowie Gefahr von links …).

Diese Mechanismen der Einschüchterung haben lange gut funktioniert. Aber es bröckelt: Teilnehmerzahlen wie bei PEGIDA waren bisher ebenso undenkbar wie die Wahlerfolge der Alternative für Deutschland (AfD). Auch wenn die AfD völlig unabhängig von Pegida ist, wird sie in der Folge besonders profitieren: Nicht nur die 25.000 oder mehr Demonstranten sondern auch die weitaus größere Zahl der  „Grenzgänger“ haben die klare Kante gezeigt bekommen und infolgedessen  massiv an Vertrauen in Qualitätsmedien und Qualitätspolitiker verloren.

Wer derart beschimpft worden ist, wird nie mehr CDU/SPD/Grüne/Linkspartei wählen. In der anonymen Wahlkabine funktionieren die Einschüchterungsversuche nicht. Wenn Andere größere Teile der bisherigen Stimmen der Etablierten und eines Teils der Nichtwähler bekommen, dann zeigt das: die Demokratie bahnt sich ihren Weg!

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Die zivile Koalition hat kürzlich eine weitere Aktion gegen den sogenannten Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM gestartet. Im Rahmen der Wahlkreis- Aktion werden Bürger dazu aufgefordert, individuelle Email-Anfragen an die Bundestags-Abgeordneten des jeweiligen Wahlkreises zu richten.

Ich selber halte es für ausgeschlossen, daß genügend Abgeordnete umgestimmt werden können, um den ESM zu kippen. Volkes Stimme sollte zwar die Grundlage der Demokratie sein. Die Prozesse der Personalauswahl und Willensbildung in Parteien und Fraktionen  führen jedoch nicht selten zu anderen Ergebnissen. Warum ich die Aktion dennoch aus voller Überzeugung unterstütze: Es geht um machbare Schritte. Wenn einzelne Abgeordnete darin bestärkt werden, sich auf ihr Gewissen zu berufen – auch gegen Partei und Fraktion -, dann ist dies ein erster Erfolg. Vielleicht tragen diese Personen später auch zu Bildung oder Stärkung echter, wählbarer Alternativen bei. Und auch die beteiligten Bürger zeigen, daß sie nicht mehr alles hinnehmen.

Es geht um viel.  Ein Auszug aus dem Begründungstext der Zivilen Koalition:

Die Merkel-Regierung wird also – vermutlich in bekannter Hektik und unter Meidung jeder echten Debatte – den “ESM” in aller Kürze, spätestens Anfang März, gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung und gegen jede Vernunft durch das Parlament drücken. Wenn sie das schafft, ist das der Anfang vom Ende unserer nationalen Souveränität, unserer Demokratie, unserer Freiheit und unseres Wohlstandes in Europa. Die Euro-„Rettung“ rettet den Euro nicht und garantiert den Frieden. Der Euro ist so oder so in seiner jetzigen Form nicht haltbar und das deutsche Spardiktat, daß mit jedem deutschen Euro lauter propagiert wird, wird mehr und mehr zu Unfrieden in Europa führen. Den deutschen Führungsanspruch und den deutschen Sparkommissar werden alle Völker Europas bekämpfen. Die sogenannte Rettungs-Politik enteignet die privaten Vermögen, entwertet die Spareinlagen und Einkommen und setzt – scheinbar nebenbei – auch noch das demokratische System außer Kraft, ohne auch nur im Ansatz die Probleme der Schuldenstaaten zu lösen. Die im Bundestag vertretenen Parteien und Abgeordneten dürfen dem ESM und der Entmachtung des Parlamentes auf keinen Fall zustimmen.

Deshalb startet die Zivile Koalition bundesweit Wahlkreis-Aktionen gegen den ESM. Die Zeit für gezielte Wahlkreis-Aktionen ist jetzt gekommen, weil jetzt alle Parteien beginnen, ihre Kandidaten für die Bundestagswahlen 2013 aufzustellen. Viele derzeit im Bundestag sitzende Abgeordnete wollen ihr Mandat unbedingt behalten.

Unsere Botschaft an die Abgeordneten im Deutschen Bundestag ist klar: Wer für den ESM stimmt, wird nicht gewählt – wer gegen den ESM stimmt, kann mit unseren Wählerstimmen rechnen.

Wer sich vorher noch weiter über den ESM informieren will: Der finale ESM-Vertrag – Ende von Demokratie und Parlamentsvorbehalt.

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In einem in gleich mehreren europäischen Zeitungen unter dem Titel Merkel: Europa ist unser Glück erscheinendem  Interview spricht Bundeskanzlerin Angela Merkel Klartext:

Wir werden im Laufe eines langen Prozesses mehr Kompetenzen an die Kommission abgeben, die dann für die europäischen Zuständigkeiten wie eine europäische Regierung funktioniert. Dazu gehört ein starkes Parlament. Die gleichsam zweite Kammer bildet der Rat mit den Regierungschefs. Und schließlich haben wir den Europäischen Gerichtshof als Oberstes Gericht. Das könnte die zukünftige Gestalt der politischen Union Europas sein, in einiger Zukunft, wie gesagt, und nach vielen Zwischenschritten.

Was Merkel sich dort vorstellt, beinhaltet letztendlich das Ende von Demokratie und Nationalstaatlichkeit in Deutschland. Das Volk wurde dazu nie befragt und nicht allzu vielen Wählern dürfte bewußt sein, wohin uns unsere „Volksvertreter“  führen wollen. Nicht nur, daß in immer größeren Einheiten die Demokratie immer schwächer ausgeprägt ist und der einzelne immer weniger zu sagen hat. Ein starkes Europaparlament ist aus deutscher Sicht kein Ersatz für den Wegfall der nationalstaatlichen Demokratie. Im Gegenteil: Wenn ein Europaparlament mit Mehrheitsentscheidung über die Verteilung des Wohlstandes durch Transferzahlungen in Europa entscheidet, dürfte der von Deutschen erarbeitete Wohlstand inklusive der Altersversorge  schnell anderswo landen. Welcher deutsche Wähler würde sich dazu wohl bewußt dafür  entscheiden?

Ist es nicht offen verfassungsfeindlich, wenn Politiker immer mehr Kompetenzübertragungen an die EU durchsetzen? Im Grundgesetz heißt es in Artikel 20:

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Die Bestrebungen, die grundgesetzliche Ordnung zu beseitigen sind m.E.  offensichtlich. Fraglich ist nur, ob „andere Abhilfe“ noch möglich ist.

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Deutschlands ist nicht nur über den Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) bzw. den künftigen Europäische Stabilitäts-Mechanismus (ESM) an der Eurorettung beteiligt. Auch über die Europäische Zentralbank (EZB) fließen Milliarden. Deutschland ist am EZB- Kapital derzeit mit 18,94 % beteiligt.

Neuester Coup der EZB ist sind längerfristige Refinanzierungsgeschäfte mit einer Laufzeit von 36 Monaten.  Dazu schreiben Hannes Vogel und Jan Mallien in der Wirtschaftswoche: „Nie zuvor hat die Notenbank den Kreditinstituten über einen so langen Zeitraum Geld geliehen.“ Vogel und Mallien vermuten in dem lesenswerten Artikel, daß die EZB so einen neuen Geldkanal zu den Schuldenstaaten öffnet. Es werde erwartet, daß die Banken mit dem billigen Geld die Anleihen der Schuldenstaaten kaufen: „Statt die Staatsanleihen selbst zu kaufen, gibt die EZB den Banken Unmengen Billiggeld, damit sie sie kaufen – so das Kalkül.“ Als Sicherheit für das billige Geld dienen – oh Wunder – wieder Staatsanleihen.

Statt des umstrittenen direkten Ankaufs von Staatsanleihen landen die Schrottpapiere indirekt ebenso bei der EZB. Damit läuft die Geldpresse auf Hochtouren, eine Inflationsblase droht und ein gewaltiges Umverteilungsspiel erreicht neue Dimensionen (vgl. Georg Erber, Draghi und die Geld-Börse). Kurzfristig mag man das System mit immer größeren Summen stabilisieren können. Früher oder später ist freilich  einem Platzen der Inflationsblase zu rechnen.

Die Enttäuschung der Bürger dürfte ins Grenzenlose gehen. Ein derartiger Vertrauensverlust könnte an die Wurzeln der Demokratie gehen und vielleicht sogar den Frieden in Europa gefährden. Die Euro-„Retter“ spielen ein gefährliches Vabanquespiel!

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Dieses Urteil war nicht zu erwarten: Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe erklärte am Mittwoch die Sperrklausel zur Europawahl für verfassungswidrig.

Die Hürde war bisher eines von vielen Mitteln, unliebsame Konkurrenz zu verhindern. So sind bei bisherigen Wahlen Stimmen für Sonstige nicht nur unter den Tisch gefallen. Die Mandate wurden nämlich unter den verbliebenen Parlamentsparteien aufgeteilt. Wegen dieser Aussichtslosigkeit hat mancher Wähler sich dann doch lieber für das kleinere Übel aus CDUCSUFDPSPDGrüne entschieden. Doch eine solche Wahl führt nicht zu neuen Ideen in den Parlamenten.

Der Fall der Fünfprozenthürde könnte nicht nur neue Kräfte ins Europaparlament bringen, sondern auch das bundesdeutsche Parteiensystem umwälzen.  Hat eine Partei sich erst einmal auf bundesweiter Ebene im Europaparlament etabliert, dann dürften die Hemmschwellen bei den Wählern auch bei anderen Wahlen sinken.

Die Etablierung einer EU- kritischen Alternative wird  dennoch  kein Selbstläufer werden.  Die Hoffnung auf ein Mandat wird zu zahlreichen Antritten ähnlich gesinnter Kleinstparteien führen. Erste entsprechende Absichtserklärungen haben nicht lange auf sich warten lassen. Am Ende kann  es  bei den meißten solcher Formationen nicht mal zu einem an sich schon unbedeutenden Mandat reichen.

Konservative und liberale EU- Kritiker müssen sich beim Wähler nicht nur gegen die mit Staatsgeldern gefütterten Altparteien durchsetzen sondern auch gegen inhaltsarme Pseudoalternativen wie die Piratenpartei und gegen kreidefressende Rechtsextreme, die mit EU- Kritik ihre tiefbraune Programmatik  verdecken wollen.

Angesichts der neuen Chancen anläßlich der  ersten deutsche Europawahl ohne  Fünfprozenthürde tragen alle  konservative und liberalen EU- Kritiker eine hohe Verantwortung. Die relevanten Kräfte sollten  endlich zusammenfinden, anstatt Details in der Programmatik oder gar taktische Vorbehalte  zu unüberwindbaren Hindernissen aufzublasen.

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Die Ankündigung einer Volksabstimmung durch den  griechischen Premier Papandreous  hat die EU- „Eliten“ in Schockstarre versetzt.  Zurecht. Denn mit einer Volksabstimmung wird nicht nur die schon beschlossene „Griechenland-Rettung“ infrage gestellt, sondern vor allem auch eines der Grundprinzipien der EU: Das Volk wird nicht befragt.

EU, das bedeutet, das hinter verschlossenen Türen bestimmt wird. Oder das Sachverhalte geschaffen werden, deren Fehler man dann wieder eilig mit „alternativlosen“ Entscheidungen ausbügelt.

Was kann nun passieren? Geht Papandreous Plan auf, dann stimmen die Griechen seiner Politik zu und er erhält er den gewünschten Rückhalt für drastische Sparpakete. Lehnen die Griechen ab, bedeutet das wohl Griechenlands Ausscheiden aus dem Euro- Raum und eine ungeordnete Insolvenz. Darüber hinaus kann die ganze Kunstwährung Euro auseinanderbrechen. Für manche ein Schreckensszenario. Andererseits: Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Wie auch immer: Gewonnen hat vor allem die Demokratie. Danke Griechenland!

P.S. Mehr zur Demokratie in der EU:

Demokratie ist Ramsch 

R.I.P. European democracy, 1945-2011 

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Anlegern sind Hebelprodukte seit langem bekannt. Sie ermöglichen hochspekulative Wetten. Hohen Chancen stehen hohe Risiken gegenüber. Der vernünftige Anleger macht in der Regel einen großen Bogen um diese Produkte wie Contracts for Difference (CFD), Optionsscheine oder Hebelzertifikate.

Nun hat auch die  Politik hat den „Hebel“ entdeckt.   Angeblich kann so, ohne daß sich die Haftungssumme erhöht, der Euro-Rettungsschirm EFSF mit mehr als einer Billion Euro klammen Euro- Staaten beispringen.

Anders als Politiker es darstellen, gibt es keine wundersame Geldvermehrung.  Im Gegenteil. Der gehebelte Rettungsschirm erhöht die Risiken für die Steuerzahler, während die Gläubiger geschützt werden und die  Schuldenstaaten weiter billiges Geld bekommen.

Das Risiko der Steuerzahler erhöht sich, weil sie über des EFSF ausgerechnet den Teil abdecken, der die höchste Ausfallgefahr hat.  Absurd:  Normalerweise hat die Tranche mit dem höchsten Ausfallrisiko die höchste Rendite. Beim gehebelten EFSF ist es umgekehrt. Die höhere Rendite geht an Banken und Versicherungen.

Völlig ausgehebelt wird die Demokratie.  Der Bundestag hat vor kurzem über den Rettungsschirm abgestimmt, ohne dessen nun angedachte Form zu kennen. Bei der neuen Entscheidung soll offenbar am Bundestag vorbei die Entscheidung im Haushaltsausschuß fallen. So erspart die die Koalition eine erneute öffentliche Debatte. Die Glaubwürdigkeit der Politiker geht allerdings gegen null. Die Beschwichtigungserklärungen der Politiker haben inzwischen eine Halbwertszeit von wenigen Tagen. Das stellt die Grundlagen der Demokratie infrage.

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