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Posts Tagged ‘Biosprit’

Im Verlauf der  E10- Debatte hat es eine Reihe von interessanten Stellungnahmen gegeben. Ich möchte kurz auf Einige hinweisen:

Die Wirtschaftswoche weist darauf hin, daß Biosprit der größte Preistreiber ist:

Ein Großteil der Inflation in Deutschland geht inzwischen auf das Konto von Nahrungsmitteln. Die Bundesbürger können es verschmerzen. Ihr Einkommen ist global gesehen hoch, der Anteil der landwirtschaftlichen Rohstoffe am Endverbraucherpreis gering. Von den 25 Cent, die der Bäcker für eine Schrippe erhält, entfällt auf den Rohstoff Weizen weniger als ein Cent.

Fast eins zu eins schlagen die Preissteigerungen dagegen in den Ländern mit der ärmsten Bevölkerung durch, in denen die Menschen nicht 14 Prozent wie in Deutschland, sondern 70 bis 95 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Nahrungsmittel verwenden müssen.

E10 ist aber offenbar nicht nur für alte Motoren ein Problem:

Auch alle übrigen Wagen könnten in Mitleidenschaft gezogen werden. Denn E10, bei dem herkömmlichem Benzin zehn Prozent Ethanol aus Getreide und Zuckerrüben beigemischt ist, könnte dafür sorgen, dass Motoren schneller verschleißen.

Durch den hohen Ethanolanteil nehme die Wassermenge im Motor zu, sagte Thomas Brüner, der Leiter der Mechanikentwicklung bei BMW, der „Welt am Sonntag“: „Das Wasser kondensiert aus den Verbrennungsgasen und gelangt ins Öl, das dadurch verdünnt wird und schneller altert.“  (Quelle: Welt.de)

Wenn der Motor dann trotz der Herrstellerfreigabe verreckt, zahlt es der Verbraucher. ADAC- Experte Maurer in der FTD:

Theoretisch wäre der Hersteller zwar in der Haftung, wenn er einen Wagen für die Betankung mit E10 freigegeben hat und dann trotzdem etwas passiert. Allerdings trägt der Auofahrer die Beweislast für den Schaden. Und er wird nie und nimmer nachweisen können, dass ein Schaden durch E10 entstanden ist.

Warum sollte die Autoindustrie da nicht locker mit den Freigaben umgehen? Sie will doch mehr Autos verkaufen.

Die Politik will trotz allem die E10-Einführung durchziehen (vgl. E10-Gipfel endet mit Armutszeugnis, Augen zu und durch).

Was bleibt uns übrig? Nicht nur E10 ist zu boykottieren, sondern auch die (etablierten) Politiker!

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Die Meldung läßt aufhorchen: Die deutsche Mineralölindustrie drosselt die Produktion der neuen Biospritsorte E10.  Und: die Einführung des EU- Biosprits in weiteren Regionen ist offenbar vorerst gestoppt.  Die verunsicherten Autofahrer haben E10 trotz der Preissteigerungen bei Alternativen  offenbar nahezu boykottiert. Kein Wunder: E10 führt zu einem erhöhtem Verbrauch (vgl. So steigt der Verbrauch mit Bio-Benzin). Ältere Fahrzeuge vertragen den EU- Biosprit zum Teil nicht, Oldtimer schon gar nicht (vgl. E10 Kraftstoff schädigt Oldtimer). Und auch bei den freigegebenen Fahrzeugen sind die Langzeitwirkungen unklar.  Umweltschützer bezweifeln zudem, ob der angebliche Biosprit tatsächlich ein Plus für die Umwelt bringt (vgl. Mit Vollgas zur Zerstörung: Europas Biokraftstoffpläne und
deren Auswirkungen auf Klima und Natur
).

Bevor E10 in den restlichen Regionen eingeführt werde, müsse abgewartet werden, ob die Verbraucher E10 in den kommenden Tagen annehmen würden, sagte der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands Picard laut tagesschau.de.

Andersrum formuliert: Der Verbraucher kann dem EU- E10- Biosprit jetzt ein schnelles Ende bereiten.  Indem er E10 nämlich weiter boykottiert.

Wird E10 gestoppt, ist das zugleich eine Ohrfeige für die EU- Bürokraten: Die sind mit der EU-Richtlinie 2009/28/EG (Erneuerbare-Energien-Richtlinie) (Nachfolger der Richtlinie 2003/30/EG) Verursacher des Chaos. Allein das sollte ein Grund sein, in den nächsten Wochen den EU- Sprit erst recht links liegen zu lassen. Auch wenn dafür notfalls ein paar Cent mehr bezahlt werden müssen!

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