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Archive for März 2011

Die Meldung läßt aufhorchen: Die deutsche Mineralölindustrie drosselt die Produktion der neuen Biospritsorte E10.  Und: die Einführung des EU- Biosprits in weiteren Regionen ist offenbar vorerst gestoppt.  Die verunsicherten Autofahrer haben E10 trotz der Preissteigerungen bei Alternativen  offenbar nahezu boykottiert. Kein Wunder: E10 führt zu einem erhöhtem Verbrauch (vgl. So steigt der Verbrauch mit Bio-Benzin). Ältere Fahrzeuge vertragen den EU- Biosprit zum Teil nicht, Oldtimer schon gar nicht (vgl. E10 Kraftstoff schädigt Oldtimer). Und auch bei den freigegebenen Fahrzeugen sind die Langzeitwirkungen unklar.  Umweltschützer bezweifeln zudem, ob der angebliche Biosprit tatsächlich ein Plus für die Umwelt bringt (vgl. Mit Vollgas zur Zerstörung: Europas Biokraftstoffpläne und
deren Auswirkungen auf Klima und Natur
).

Bevor E10 in den restlichen Regionen eingeführt werde, müsse abgewartet werden, ob die Verbraucher E10 in den kommenden Tagen annehmen würden, sagte der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands Picard laut tagesschau.de.

Andersrum formuliert: Der Verbraucher kann dem EU- E10- Biosprit jetzt ein schnelles Ende bereiten.  Indem er E10 nämlich weiter boykottiert.

Wird E10 gestoppt, ist das zugleich eine Ohrfeige für die EU- Bürokraten: Die sind mit der EU-Richtlinie 2009/28/EG (Erneuerbare-Energien-Richtlinie) (Nachfolger der Richtlinie 2003/30/EG) Verursacher des Chaos. Allein das sollte ein Grund sein, in den nächsten Wochen den EU- Sprit erst recht links liegen zu lassen. Auch wenn dafür notfalls ein paar Cent mehr bezahlt werden müssen!

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Die Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses zum Thema „Die legale Einwanderung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels“ zeigt auf, was in der „Brücke“ zwischen den EU-Institutionen und der organisierten Zivilgesellschaft für Vorstellungen herrschen.

Die EU und deren Mitgliedstaaten benötigen demnach „Rechtsvorschriften, die die Einwanderung von Arbeitnehmern – sowohl von hochqualifizier­ten Personen als auch solchen, die einfachen Beschäftigungen nachgehen – auf legalen und transparenten Wegen ermöglichen.“

Wenn die Einheimischen von der politisch gewollten Einwanderung und damit ihrer eigenen Verdrängung wenig halten, ist die Schlußfolgerung der „Elite“ eindeutig: „In Europa nehmen jedoch Intoleranz, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gegenüber Ein­wanderern und Minderheiten zu.“

Kein Wunder, daß die intolenten Einheimischen gar nicht gefragt werden, ob sie ihren Lebenstil zugunsten der politisch gewollten Integrationsgesellschaft aufgeben beziehungsweise in eine „Integration als gegenseitiger gesellschaftlicher Prozess der reziproken Anpassung zwischen Zuwanderern und Aufnahme­gesellschaft“ einfließen lassen wollen.

Das bereits 80% des in den letzten zehn Jahren verzeichneten Bevölkerungszuwachses der EU auf die Einwanderung zurückzuführen sind, wird nicht als Grund zur Sorge wahrgenommen. Im Gegenteil, vorgeschlagen wird ein buntes Maßnahmenpaket, etwa die Familienzusammenführung (Zuwanderer sollen nach einem Jahr rechtmäßigen Aufenthalts die Familienzusammenführung beantragen können).

In den nationalen und europäischen staatsbürgerlichen Rechten soll „Raum geschaffen werden für Menschen mit Migrationshintergrund, die Europa durch große ethnische, religiöse oder kulturelle Viel­falt bereichern.“

Zum Problem hunderttausender illegaler Migranten fällt dem Berichterstatter nur negativ auf, daß diese „‚unsichtbar‘ bleiben und ihre Grundrechte nicht in An­spruch nehmen können.“

Wie ist das ganze zu beurteilen? Es gibt einen demografischen Wandel, der uns zweifellos vor Probleme stellen wird. Diesen über die Zuwanderung lösen zu wollen, ist ein gefährliches Menschenexperiment. MultiKulti- Probleme wie brennende Autos in den Pariser Vororten oder Deutschenfeindlichkeit an Schulen gibt es nicht erst seit gestern. Und diese lassen sich auch nicht über den Aufbau einer Integrationsindustrie lösen. Wer umfangreiche Zuwanderung zuläßt, öffnet die Tür für eine Gesellschaftsveränderung, die auch mit einer Verdrängung der Einheimischen und einer gesellschaftlichen Auflösung einhergeht. Die entstehenden sozialen Kosten können den Nutzen der Zuwanderung schnell übersteigen.

Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss ist zwar „nur“ eine Schwatzbude von Interessenvertretern. Die hier deutlich werdende gefährliche Ideologie wird uns im Rahmen der EU aber noch öfter begegnen.

Eine kurze aber interessante Darstellung zum demografischen Wandel findet sich übrigens hier:

Demographie in 3 Minuten, gefunden in der Blauen Narzisse.

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