Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for Dezember 2010

Günter Verheugen: Hier ist kein Kommentar nötig.

Siehe auch den früheren Artikel zu verheugens-european-experience-company.

Read Full Post »

Euro-Bonds werden insbesondere von Luxemburgs Regierungschef Juncker als Lösungsansatz der Euro- Krise verkauft. Konkret würde dies bedeuten, daß hinter den  gemeinsamen Anleihen alle beteiligten Länder stünden. Aufgrund des geringen Ausfallrisikos würde die gemeinsame Anleihe deutlich niedrigere Zinsen ermöglichen, als Länder wie Irland, Griechenland, Portugal und Spanien derzeit zahlen müßten. Auf der anderen Seite müßte Deutschland höhere Zinsen erwarten.

Befürworter dieser Lösung wollen so Spekulationen gegen einzelne Länder der Euro- Zone stoppen.

Auf der anderen Seite bedeutet dies ein neues Risiko: Wer nicht mehr durch den Markt diszipliniert wirds,  schlägt erst Recht über die Stränge. Wer eine unsolide Haushaltspolitik führt, müßte dann nicht mehr befürchten, für neue Schulden erhöhte Zinsen zu zahlen. Denn für die Rückzahlung garantieren andere.  So lebt es sich dann gut auf Kosten anderer.

Genau dieses Prinzip hat bereits zu den jetzigen Problemen geführt: Während sich Deutschland reformiert hat, haben sich andere ausgeruht.

Deutschland sollte jetzt deutlich machen, daß es nicht bereit ist, auf ewig der Zahlmeister zu sein. Wird die Büchse der Pandora noch ein Stück  geöffnet, wird man sie später kaum noch schließen können.

Read Full Post »

„Europa ist ein einfaches Spiel: 27 Nationen sind dabei, am Ende zahlen immer die Deutschen“ wird in der Wirtschaftswoche vom 06.12.2010 Neil Dwane, Europa- Investmentchef von Allianz Global Investors zitiert.

Solche Worte eines Briten dürften deutsche Spitzenpolitiker ungern hören. Schließlich versuchen sie weiter, den Wählern zu verkaufen, Deutschland sei der größte Profiteur der Währungsunion.

Am Gelingen der Mission scheinen sich die Zweifel zu mehren: „Die Gefahr einer Anti-Euro-Partei muss man ernst nehmen. Umso mehr müssen wir den Menschen erklären, was sie am Euro haben.“ äußerte Finanzminister Schäuble gegenüber der Bildzeitung.

Tatsächlich stellt sich die Frage, wie lange die Deutschen die Rolle als Melkkuh Europas noch hinnehmen wollen. Während Rettungspakete für andere Länder verabschiedet werden, müssen die Deutschen mit Sparpaketen rechnen. Eine eurokritische Partei könnte diese Stimmungslage gekonnt aufgreifen.

Wichtig ist es allerdings in jedem Fall, eine Zersplitterung zu vermeiden. Es sei an das Jahr 1994 erinnert, wo der Bund Freier Bürger als „unverbrauchte Kraft“ die Republikaner abblösen wollte. Im Ergebnis bekam der BfB zur Europawahl 1994 1,1 Prozent, die Republikaner flogen mit 3,9 Prozent aus dem Parlament. Zusammen waren es exakt 5 Prozent.

Read Full Post »

« Newer Posts